Aktuelle Ausgabe 03/2012
- Großmutters bunte Sommerblumen
- Wunderschöne Kletterrosen
- Bunte Karottenvielfalt
- Stevia – Gesunde Süße selbst gemacht
- Vogelmiere, Melde und Co.
- Knopf- oder Franzosenkraut -
- ein Eisenlieferant und Wildgemüse
- Köstliches vom Hollerbusch
- Japanische Scheinquitte
- Die Entwicklung der Pflanze
- im gesunden und kranken Boden
- Sommerzeit – Käferzeit
- Der Wacholderhof in Bildern –
- ein Gärtnerhof mit Zukunft
- Terra preta – Die legendäre Schwarzerde
- der Indios von Amazonien
- Landküche – Erdbeeren
- und vieles mehr ...
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NATÜRLICH GÄRTNERN 3/2012

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Liebe Leserin, lieber Leser,Zu dem melancholischen Flöten der im letzten Heft bereits erwähnten Misteldrossel gesellen sich nunmehr Tag für Tag neue Töne dazu. Der Frühling zieht mit riesengroßen Schritten in unser Land zwischen Maas und Niederrhein. Die Schneeglöckchen unter unseren Walnussbäumen sind schon seit Tagen verblüht. Dafür leuchten an ihrer Stelle die hübschen Traubenhyazinthen mit ihren blaugeperlten Blüten, die zierlichen Blausternchen (Scilla), die wetterharten Märzveilchen, das schmackhafte Scharbockskraut und die hübschen Leberblümchen mit dem aristokratischen Namen Hepatica nobilis. Der Gattungsname Hepatica weist wegen der Form ihrer Blüten auf die menschliche Leber hin, der Artname nobilis auf eine adelige, vornehme „Herkunft“. Behandeln wir sie also wie eine Aristokratin und bewundern wir sie täglich, blüht sie doch leider immer nur für eine kurze Zeit.
Wie schnell wird jedoch der Frühling wieder durch den Sommer abgelöst. Dann erfreuen wir uns an den bunten Sommerblumen. Unser neuer Autor Peter Himmelhuber, den wir hiermit ganz herzlich begrüßen, beschäftigt sich in seinem Beitrag auf den Seiten 8 bis 12 schwerpunktmäßig mit den Arten, die bereits seit Großmutterszeiten in unseren Gärten ihr Zuhause haben. Nostalgie pur!
Stevia, das Süßkraut aus Südamerika, ist im Allgemeinen noch nicht so bekannt. Der Kampf um oder gegen Stevia erfolgte seinerzeit mit harten Bandagen, denn die Zulassung von Steviosid, dem wichtigsten Inhaltsstoff des Süßkrauts, sollte aus Konkurrenzgründen verhindert werden. Auf den Seiten 20 bis 23 erzählen Monika und Peter Klock mehr davon und geben viele Tipps für Zucker-Selbstversorger mit und ohne eigenen Garten.
Viele Gartenfreunde bekämpfen Vogelmiere, Melde & Co. mit allen Mitteln. Dass die Wildkrautflora jedoch auch viele positive Aspekte hat, beschreibt Dr. Brunhilde Boss-Burkhardt auf den Seiten 24 bis 27.
Im Anschluss daran geht es auf den Seiten 28 bis 30 mit dem Knopf- oder Franzosenkraut weiter. Dr. Michael Machatscheck, unseren Lesern als langjährig versierter Wildpflanzenspezialist bekannt, berichtet Erstaunliches über diese Pflanze als leckeres Wildgemüse.
Der Frühling ist auch wieder die Zeit des Holunderblütensammelns. Etwas Besonderes sind Getränke und Speisen vom Holunderbusch, die es kaum zu kaufen gibt. Auf den Seiten 31 bis 33 berichten Eva Utz-Hiltl und Peter Himmelhuber, welche Köstlichkeiten sich aus Holunderblüten herstellen lassen. Eva Utz-Hiltl ist eine weitere neue Kollegin unseres Autorenteams, die wir hiermit ebenfalls ganz herzlich begrüßen!
Die Japanische Scheinquitte (Chaenomels japonica) ist nicht nur eine hübsche Zierpflanze, sondern auch ein von Selbstversorgern begehrtes Wildobst. Lesen Sie dazu den interessanten Beitrag von Klaus Schuh auf den Seiten 34 bis 36.
Die vor uns liegende Sommerzeit ist auch Käferzeit, denn die Welt der Käfer sind die Blüten. Staunen Sie auf den Seiten 40 bis 44 mit uns, welche hübschen Vertreter aus dieser Tierfamilie Ute und Jürgen Schimmelpfennig mit ihrer Kamera für einen Moment festgehalten haben.
Seit einiger Zeit ist die legendäre Schwarzwerde der Indios von Amazonien, Terra preta, auch unter Selbstversorgergärtnern ein großes Thema, wenn es um den Aufbau von Dauerhumus im eigenen Garten geht. Auch die EM-Technologie (Effektive Mikroorganismen) spielt in diesem Zusammenhang, wie Bakterien überhaupt, eine große Rolle. Es ist uns gelungen, einen der besten Kenner in der Herstellung von Schwarzerde für einen ausführlichen Artikel zu gewinnen. Es handelt sich um keinen geringeren, als um den Biologen Dr. Jürgen Reckin, der sich mit der Terra preta nicht nur kulturhistorisch, sondern auch ganz praktisch in seinem eigenen Garten auseinandergesetzt hat.