NATÜRLICH GÄRTNERN Newsletter

  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow
  • An Image Slideshow

Die Ausgabe
04/2013 ist

am 12. Juni 2013

in Bahnhofsbuchhandel und Zeitschriftenläden erhältlich oder bestellbar.
In der nächsten Ausgabe
OLV Organischer Landbau Verlag Kurt Walter Lau
Die aktuelle Ausgabe NATÜRLICH GÄRTNERN

Aktuelle Ausgabe 04/2013

  • Fingerkräuter in Variationen
  • Teichpflege im Sommer und über das ganze Jahr
  • Vom Rosen schneiden
  • Pfingstrosen werden ab Mitte August gepflanzt
  • Ewiger Brokkoli – Aufzuchtversuche auf 140 Metern Höhe
  • Nachkulturen auf dem Gemüsebeet: Chinakohl, Endivien, Kopfsalat
  • Wissenswertes aus dem Kräutergarten
  • Mönchspfeffer – Eine etwas andere Heilpflanze
  • Wir stehen vor der Brombeerernte
  • Wildhecken – Vielfältig und von hohem ökologischen Wert
  • Kompostanlage zur Kaltkompostierung mit Hilfe von Kompostwürmern
  • Moringa – der Wunderbaum zum Essen
  • Primärproduktion und Endozytose
  • Landküche: Quinoa – glutenfreie Wunderkörnchen
  • und vieles mehr ...

NATÜRLICH GÄRTNERN 4/2013

PDFKostenlose Leseprobe

Jetzt in Bahnhofsbuchhandel und Zeitschriftenläden erhältlich oder hier bestellbar!



Liebe Leserin, lieber Leser!

In meinem letzten Editorial habe ich die Gefährdung unseres Trinkwassers thematisieren müssen. Sie erinnern sich sicher daran. Der ehemalige französische Europaminister Michel Barnier, heute EU-Kommissar für den Binnenmarkt, hat den Auftrag, den Wassermarkt in Europa zu liberalisieren.

Wie man auf der Homepage des Umweltinstituts München e.V. www.umweltinstitut.org lesen kann, muss sich die EU-Kommission nunmehr offiziell mit dem Thema Wasserprivatisierung beschäftigen. Denn mit europaweit eineinhalb Millionen Unterschriften hat die erste europäische Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht“ in den acht Staaten Belgien, Deutschland, Finnland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Slowenien und der Slowakei das erforderliche Mindestquotum an Unterschriften überschritten. Eine Million Unterschriften und sieben Länder waren notwendig. Alleine 1,3 Millionen Unterschriften sind in Deutschland gesammelt worden. Dennoch geht die Kampagne weiter.

Die EU-Kommission bzw. die privaten „Berater“ (raten Sie einmal wer das ist) dort, hat noch mehr mit uns vor, viel mehr! Eine von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg, einst maltesischer Außenminister, geplante EU-Verordnung will vorschreiben, dass nur noch Saatgut gehandelt werden darf, das ein aufwendiges amtliches Zulassungsverfahren durchlaufen hat und den Normen der Saatgut-Industrie entspricht.

Mehr: www.campact.de/saatgutvielfalt/appell/5-minuten-info
Die Aktion: www.campact.de/saatgutvielfalt/appell/teilnehmen

Die geplante Verordnung trifft alle kleinen und mittelständischen Pflanzenzüchter, Landwirte UND uns Selbstversorgergärtner! Im Klartext heißt das: Auch der nicht kommerzielle Zugang zu Saatgut soll erschwert oder ganz verboten werden. Das betrifft nicht nur unsere sehr engagierten Saatgutinitiativen und alternativen Saatgutvertriebskooperationen, sondern jeden einzelnen Privatgärtner. Letztendlich sind alle Verbraucher davon betroffen. Um nur einige wichtige Punkte zu nennen: Saatgut und Nahrungsmittel werden teurer, die Artenvielfalt und der Genpool unserer Nutzpflanzen kleiner.

Wieder geht es um das ganz große Geld, um Einfluss und Macht auf diesem Planeten. Dem gerade 90 Jahre alt gewordenen, ehemaligen US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger wird folgender Satz zugeschrieben: „Wer das Saatgut kontrolliert, beherrscht die Welt“.

In einer der kommenden Ausgaben werden wir uns mit dem Themenbereich „EU-Saatgut-Gesetzgebung“ ausführlicher befassen.

Lassen Sie sich von der Fülle in den zahlreichen Beiträgen unserer neuen Ausgabe NATÜRLICH GÄRTNERN & ANDERS LEBEN inspirieren und ziehen Sie daraus wieder viel Nutzen und Freude!

Kurt Walter Lau - Unterschrift
Kurt Walter Lau

 

alt

Die Ausgabe
05/2013

ist am 7. August

in Bahnhofsbuchhandel und Zeitschriftenläden
erhältlich oder problemlos bestellbar.
In der nächsten Ausgabe:

  • Blumenzwiebeln und -knollen
  • Wie zu Großmutters Zeiten: Einmachen und konservieren
  • Köstlich und gesund: Nicht alltägliche essbare Wildgehölze
  • Außerdem: Praxistipps in Hülle
  • und Fülle und vieles mehr ...


Änderungen vorbehalten
 
Tendenzen
Europäisches Parlament stimmt gegen Ökologisierung der GAP

Es war ein schwarzer Tag für die Vielfalt der Arten und Landschaften in Europa, für den Klimaschutz und für die längst überfällige Anpassung unserer landwirtschaftlichen Anbaupraktiken an die globalen und lokalen Erfordernisse von umwelttechnischer und sozialer Nachhaltigkeit. Das Europäische Parlament wurde der Forderung nicht gerecht, dass öffentliche Gelder nur für öffentliche Belange eingesetzt werden sollten.

Die Forderungen der Zivilgesellschaft nach einer grüneren, nachhaltigeren und gerechteren GAP (Rechtsvorschläge zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU) wurden ignoriert. Die wichtigsten Vorschläge zur „Vergrünung“ der GAP wurden nicht umgesetzt, so wurde das System der Fruchtfolge bspw. komplett verwässert. Darüber hinaus hat das Parlament keine einzige der Empfehlungen des Entwicklungsausschusses angenommen, um das System der Exportsubventionen zu reglementieren oder die Auswirkungen der GAP auf die internationalen Beziehungen zu kontrollieren».

Anstatt das bereits an sich mangelhafte Konzept der Kommis-sion zur Anbaudiversifizierung dadurch zu verbessern, eine Fruchtfolge vorzuschreiben, folgte die Vollversammlung dem Kurs von Comagri zu einer weiteren Schwächung der Diversifizierung, und begünstigt so letztlich noch mehr Monokulturen in Europa.

Einerseits herrschte Erleichterung darüber, dass die Landwirtschaftslobby nicht all ihre Forderungen gegen eine Ökologisierung der GAP durchsetzen konnte und dass sich Kernstücke des Vorschlags der Kommission gegen das aggressive Geschacher der Landwirtschaftslobby in Straßburg durchsetzen konnten. Dennoch wurden fast alle Erwartungen an das Parlament zur Verbesserung des Vorschlags der EU-Kommission enttäuscht.

Um die anti-ökologische Dimension der Abstimmung des Parlaments noch zu verschärfen, wurde keine einzige Empfehlung des Entwicklungsausschusses umgesetzt. Es wurde weder ein fixes Ende der Exportsubventionen festgesetzt, noch ein Kontrollmechanismus zur Auswirkung der GAP auf die Verpflichtungen und internationalen Beziehungen im Bereich der Entwicklung beschlossen.

Slow Food International, Press Office Director,
Via della Mendicità Istruita, 14, 12042 BRA (Cn) – Italy
Tel ++39 0172 419645, Cell ++39 329 8321285
E-mail p.nano@slowfood.it

 
Gartennotizen
Was ist jetzt zu tun... in der Hauswirtschaft und Gesundheitsvorsorge?

Lob auf den Ehrenpreis

Ein kleines, fast unscheinbares Pflänzchen mit vergissmeinnichtähnlichen, blassblauen, seltener weißlichen Blütchen, mit dunklen Adern durchzogen, das ist der Ehrenpreis.

Bei unseren Vorfahren stand es in so großem Ansehen, dass sie es “Grundheil aller Schäden“ nannten und der Glaube an seine Heilkraft muss sogar die später einfallenden Römer überzeugt haben, denn angeblich galt der Ausspruch: „So viele gute Eigenschaften zu haben, wie der hochgepriesene Ehrenpreis“ bei ihnen als besonderes Kompliment!

Ehrenpreis gibt es in zahlreichen Arten, 20 bis 30 von ihnen unterscheidet man allein in Deutschland. Sie besiedeln die verschiedensten Standorte und wachsen auf magerem Rasen wie der Feldehrenpreis (Veronica arvensis), in Gärten und auf Brachland der Persische Ehrenpreis (Veronica persica) oder sogar in Bächen und Tümpeln der Gauchheil-Ehrenpreis (Veronica anagallis, aquatica); es gibt sogar Züchtungen, die als Zierpflanzen Freunde machen, meist als niedrige, polsterbildende Stauden für Stein- und Heidegärten, aber auch als halbhohe und hohe Blütenpflanzen für die Staudenrabatte und sogar als Schnittblumen.

Ehrenpreis zählte man lange zu den Braunwurzgewächsen (Scrophulariceae), neuere Untersuchungen aber haben gezeigt, dass sie zu den Wegerichgewächsen (Plantaginaceae) gehören.

So zahlreich die Ehrenpreisarten auch sind und z. T. schwierig zu unterscheiden, als Heil- und Arzneipflanze wurde immer nur eine einzige verwendet, Veronica officinalis, Echter oder Wald-Ehrenpreis.

Hauptblütezeit ist Mai und Juni, doch da die Inhaltsstoffe der Pflanze recht stabil sind, kann man das Kraut vor, während oder nach der Blütezeit pflücken.

In verschiedenen Teemischungen, wie Leber-, Lungen-, Brust- und Haustees, findet sich Ehrenpreis oftmals auch heute noch als einer ihrer Bestandteile, wenngleich in den letzten Jahren die Stimmen, welche den Ehrenpreis für wenig wirksam halten, immer lauter geworden sind.

Die großen Kräuterkenner der Vergangenheit waren da ganz anderer Ansicht.

Pfarrer Kneipp z. B. lobte seine blutreinigende Wirkung, er betrachtete den frischen Presssaft als einen besonders wirkungsvollen Bestandteil einer Frühjahrskur. Dr. Bohm (ebenfalls Spezialist auf dem Gebiet der Pflanzenheilkunde), empfahl ihn gegen Gelbsucht und Harngrieß und Pfarrer  Künzle, der bedeutendste Schweizer Heilkräuterkenner setzte die Pflanze gern zur Beruhigung der Nerven, speziell derer des Kopfes ein, bei Schwindel, Blutandrang zum Kopf und bei Migräne. Geistesarbeitern gab er den Rat, jeden Abend eine Tasse Ehrenpreistee zu trinken, auch zur Unterstützung des Gedächtnisses (zwei gehäuften Teelöffeln Kraut auf einen viertel Liter siedendem Wasser, zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen; bis zu drei Tassen täglich).

In der Erfahrungsheilkunde galt er immer schon als probate Hilfe gegen Hautjucken, oftmals ein lästiges Problem älterer Menschen, aber auch gegen trockenen Bronchialkatarrh und wegen seiner leicht anregenden Wirkung auf die Verdauungsorgane auch als mildes Magenmittel.

Eine Pflanze, die blutreinigend wirkt, mildert auch die Beschwerden von Rheuma und Gicht, unterstützt die Nieren und stärkt das Immunsystem. Die Ansicht, dass es für die verschiedenen Indikationen auch unter den Heilpflanzen stärker wirkende gibt, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, doch manchmal sind es gerade die mild und allgemeiner in das Körpergeschehen eingreifenden Pflanzen, welche besonders gut in der Lage sind, vor allem bereits länger andauernde Disharmonien im Stoffwechselgeschehen langsam zwar, dafür aber nachhaltig abzubauen und auszuheilen.

Als Hauptwirkstoffe von Veronica officinalis werden Gerbstoffe, Bitterstoffe, Spuren ätherischer und fetter Öle und das Glykosid Aucubin genannt, dazu kommen Zucker, Wachse, Harz und organische Säuren. Das alles sind Substanzen, welche auch die anderen Ehrenpreisarten beinhalten, nur z. T. in geringerem Maße, sodass  man diese nicht als Heilpflanzen betrachtet, als wertlos aber sollten wir sie trotzdem nicht ansehen. Persischer Ehrenpreis z. B. ist eine sehr vitale Pflanze, in vielen Gärten ist er als wucherndes Wildkraut zwischen den Kulturen zwar nicht gern gesehen, doch eine handvoll frischer Triebe sollte man öfter einmal mit in die Küche nehmen, sie sind eine angenehm schmeckende Zutat, zu den verschiedensten Gerichten, chlorophyllreich, mild im Geschmack und voller Vitalstoffe, wachsen und blühen sie doch sogar an milden Wintertagen.
 
Grüne Tipps
Vielblütige Beetrosen

Vielblütige Beetrosen eignen sich eher als Teehybridsorten zum Zusammengehen mit Stauden. Gute Partner sind unter anderem Rittersporn, Glockenblumen, Staudensalbei, Ehrenpreis, Gartenmargeriten, Schleierkraut. Rosen und Stauden dürfen sich nicht gegenseitig behindern. Für alle Stauden gilt ein Meter Abstand von der Rosengruppe.

 
 
Joomla 1.5 Templates by Joomlashack