NATÜRLICH GÄRTNERN Newsletter

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Die Ausgabe
02/2012

ist am 15. Februar

in Bahnhofsbuchhandel und Zeitschriftenläden erhältlich oder bestellbar.
In der nächsten Ausgabe
OLV Organischer Landbau Verlag Kurt Walter Lau
Die aktuelle Ausgabe NATÜRLICH GÄRTNERN

Aktuelle Ausgabe 01/2012

  • Winterschönheiten – Stauden im Winter
  • Südländisches Flair: Orangerien
  • Ein tolles Dutzend
  • Zwölf Nutzpflanzen-Oldies, die sich lohnen
  • Praktische Hochbeete für Jung und Alt
  • Obstgehölze für kleine Gärten
  • Lagerobst lebt
  • Hanf – Renaissance einer Nutzpflanze
  • Einkorn, Emmer und Dinkel
  • Das Leben im Wald-, Wiesen-, Acker- und Gartenboden
  • Biologisch Gärtnern von Anfang an –
  • Pioniere in Süddeutschland
  • Noni – Wunder gibt es immer wieder
  • Schwebfliegen –
  • Perfekte Nachahmer von Wespen & Co.
  • Die Dohle – Vogel des Jahres 2012
  • Landküche – Winterkürbis
  • und vieles mehr ...

NATÜRLICH GÄRTNERN 1/2012


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Kostenlose Leseprobe

Jetzt in Bahnhofsbuchhandel und Zeitschriftenläden erhältlich oder hier bestellbar!


Liebe Leserin, lieber Leser,
vor einiger Zeit traute ich meinen Augen nicht, als ich einmal wieder bei einem Bauern in der Nachbarschaft vorbeifuhr. Auf dem Feldweg versperrte mir ein großer Sattelzug den Weg.
Als ich auf das Nummernschild schaute, stellte ich fest, dass der LKW aus Litauen zu uns an den Niederrhein gekommen war. Zwei Männer waren gerade dabei, den LKW zu entladen. Interessiert schaute ich mir den Abladevorgang an und konnte nur mit dem Kopf schütteln, als ich erkannte, um was für eine Ware es sich handelte, die in so genannten Big Pack geradewegs an den Ackerrand gestellt wurden. Der Inhalt: zu großen Ballen gepresster Torf! Ich war für den Moment wie elektrisiert. Was sollte der Torf aus Litauen hier im Land zwischen Maas und Niederrhein, unmittelbar an der Landesgrenze zu Holland?
Meine Vermutung bestätigte sich ein paar Tage später. Der Nachbar beabsichtigte, wie einige seiner Berufskollegen vor ihm auf der holländischen Seite, eine mehrere Hektare große Blaubeeranlage (Heidelbeere, Vaccinium myrtillus) zu errichten. Und dafür, so glaubt er offensichtlich, braucht er Torf, um seinen Boden für die eher einen sauren Boden liebenden Blaubeeren zu „verbessern“.
Solche Blaubeerkulturen lösen vielerorts diesseits wie jenseits der Landesgrenze traditionelle Feldfrüchte ab, weil sie offensichtlich lukrativer sind. Da wird der Torf mal eben 1800 Kilometer weit von Litauen bis hierher transportiert. Wie spottbillig muss dieser Torf sein, damit sich ein solch langer Transportweg überhaupt lohnt? Das kann nur auf Kosten der Natur gehen.
Natürlich: Die Landwirte haben es heutzutage nun wirklich nicht einfach und suchen deshalb ständig nach weiteren Einnahmequellen. Wenn es nicht der übermäßige Maisanbau für die stark subventionierten Biogasanlagen ist, dann eben die Blaubeerkultur als Daueranlage. Doch dabei entstehen folgende Probleme:
  • Torfabbau zerstört Moorbiotope und damit wichtige Lebensräume für eine stark bedrohte Tier- und Pflanzenwelt (viele Rote Liste-Arten wie Birkhuhn, Goldregenpfeifer, Großer Brachvogel oder Sonnentau und Wollgras)
  • Moorböden bergen große Kohlenstoffvorräte und müssen daher aus Klimaschutzgründen umfassend geschützt werden. Nur intakte Moore können Kohlendioxid speichern
  • große LKW mit Anhänger fahren 1800 Kilometer und stoßen nicht unerhebliche Mengen Schadstoffe aus
  • im Falle des Blaubeeranbaus tritt eine Dauerkultur an die Stelle des herkömmlichen einjährigen Feldfruchtanbaus. Solche Flächen gehen in den traditionellen Überwinterungsgebieten der hochgradig gefährdeten, nordischen Wildgänse verloren.
  • hinzu kommt eine nicht unbedenkliche Veränderung des Bodens durch den massiven Torfeintrag.
Ich bin der Sache nachgegangen und habe recherchieren können, dass alleine drei deutsche Firmen in Litauen jährlich ca. 550.000 Kubikmeter Torf und Substratprodukte in Lizenz abbauen und verkaufen. Die zur Verfügung stehende Torfabbaufläche aller Moore dieser Firmen beträgt heute nach eigenen Angaben 2880 Hektar. Man weist stolz darauf hin, dass die Reserven an Torf aus diesem Abbaugebiet für die nächsten 50 Jahre ausreichen werden. Toll!
Wir haben in NG & AL schon oft auf Probleme, die der Torfabbau verursacht, aufmerksam gemacht, zuletzt in Heft 2/2011, S. 7.
Meine Bitte: Kaufen Sie keinen Torf und auch keine torfhaltigen Produkte. Steigen Sie stattdessen auf torffreie Erden und Substrate um, die mittlerweile in ausreichenden Mengen und bester Qualität angeboten werden!
Zum Weiterlesen hier ein interessanter www.bundesnaturschutz-ortsgruppe-feucht.de

 

Ich wünsche Ihnen wieder im Namen des gesamten Teams viel Nutzen und Freude mit Ihrer NATÜRLICH GÄRTNERN & ANDERS LEBEN und eine gesegnete Adventszeit!

Kurt Walter Lau - Unterschrift
Kurt Walter Lau

alt

Die Ausgabe
02/2012

ist am 15. Februar

in Bahnhofsbuchhandel und Zeitschriftenläden
erhältlich oder problemlos bestellbar.
In der nächsten Ausgabe:

  • Für Herz und Auge: Cottage-Rosen
  • Pilzkulturen leicht gemacht
  • Vielfalt: Neue Küchenkräutersorten
  • Selbstversorgergarten: Gemüseanbau und Bodenpflege
  • Außerdem: Praxistipps in Hülle und Fülle und vieles mehr ...


Änderungen vorbehalten
 
Tendenzen
Kroatischer Naturschützer mit EuroNatur-Preis 2011 ausgezeichnet
Auf der Bodenseeinsel Mainau nahm der kroatische Naturschützer Goran Gugic den EuroNatur-Preis 2011 entgegen.  Mit dem EuroNatur-Preis 2011 spannte EuroNatur nun den europäischen Bogen zu den Save-Auen in Kroatien – dem mit über 1.200 Quadratkilometern grössten Auengebiet Europas. „Goran Gugic hat sich dem Schutz der Save-Auen verschrieben und damit dem Erhalt eines Natur- und Kulturschatzes, sowohl für Kroatien als auch für ganz Europa“, sagte Christel Schroeder, Präsidentin der europaweit tätigen und in Radolfzell ansässigen Naturschutzstiftung EuroNatur.
Weitere Fakten von:  
www.euronatur.org
 
Gartennotizen
Porträt: Die Apfelsorte ‘Orangenburg’
Dieser Apfel erstand im Jahr 1930 aus den Sorten ´Cox Orange Renette´ X ´Geheimrat Dr. Oldenburg´. Der Baum hat eine breitkugelige, gut verzweigte Krone und von Jugend an einen mittelstarken, im Vollertragsalter schwächeren Wuchs. Ein Sommerschnitt verhindert das vorzeitige Vergreisen des Baumes und fördert die Fruchtqualität, denn so
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Freistehende Pfirsichbäume
Freistehende Pfirsichbäume erhalten einen Abstand von vier bis fünf Metern. Die praktischste Baumform ist Busch mit Hohl- oder Trichterkrone. Höher angesetzte Kronen von Halbstamm und Stamm erschweren Pflegemaßnahmen wie Auslichten und Zurückschneiden. Pfirsichbäume fruchten an einjährigem Holz und vergreisen schnell, wenn sie nicht rechtzeitig verjüngt werden.    
ILSE JAEHNER
 
 
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